… von Fort William nach Portree …

Etwas enttäuscht suchen wir in Fort William ein Fort. Das gab es sogar einmal, nur wurde es schon längst in alle Einzelteile zerlegt und von den Williamern als Baumaterial verwendet. Und so erfahren wir, dass gleich auf der anderen Strassenseite, gegenüber unserem B&B, als Haupteingang zum Friedhof der ehemalige Haupteingang des Forts steht. Effiziente Wiederverwertung …

FortWilliam

Und dann geht es los, auf den langen Weg zu den Inseln. Wiederum vorbei an wunderbaren Lochs (irgendeinmal muss ich herausfinden, was es mit den schrecklich abgeholzten Wäldern auf sich hat) und lauschigen Tälern,  auf dem Weg hin zu meiner allerersten Erinnerung an Schottland: ‚Highlander‘ natürlich – Eilean Donan Castle. Immer noch ganz spektakulär (wenn man es schafft, sich durch die Schlangen bestehend aus den Insassen von 6 Reisebussen und 100 Autos durchzukämpfen … Schauder).

DonanKlein DonanGross

Über die Brücke geht es dann ohne weitere Unterbrechung nach Portree. Bei unserer Landlady für die nächsten zwei Tage lassen wir das Auto stehen und mischen uns unter die Zuschauer der Highlandgames. Die Tanz- und Jugendwettbewerbe haben wir verpasst, aber die athletischen Diszipline nehmen wir mit. Also die unterschiedlichen Rennen sind ja einfach zu verstehen. Auch die verschiedenen Hammer- und Steinwürfe sind nicht anders als sonst. Aber den Hammer rückwärts über eine Hochsprungstange zu werfen und einen Baumstamm in der Gegend herum zutragen, das ist eher aussergewöhnlich. Gewonnen haben meistens die gleichen zwei: ein Scott irgendwas von hier in der Nähe, der auch bei den Commonwealth Games war und ein Australier aus Melburn.

Pipers1KugelToss14Toss AussieHoch

… von Callander nach Fort William …

Bevor die Reise weitergeht, muss ich doch noch einmal auf den letzten Tag zurückkommen. Tja, ich habe das mit dem ‚Edwin in den Graben‘ etwas zu wörtlich genommen und einen Randstein mitgenommen. Das linke Vorderrad hat mir das ziemlich übel genommen und so sind wir heute morgen gemütlich in Reservefinken zurück nach Sterling zum Einkaufen.

Gegen Mittag können wir dann die wunderschöne Strecke zwischen Stirling und Fort William starten. Hier werden wir belohnt mit wunderschönen Aussichten: grüne Täler, lauschige Lochs, sprudelnde Wasserfälle und steile Berge (sogar mit Skilift). Zwischenhalt gibt es natürlich, wie bei allen anderen Touris, im Green Welly (zum Glück schon der zweite Tag ohne ‚Wellies‘).

Glencoe

Mit Fort William haben wir nun die Westküste erreicht. Im ersten Shop frage ich nach einer lokalen Karte. Die gute Frau lächelt und sagt: „Sie brauchen keine Karte, es hat nur eine Strasse.“, und die laufen wir nun hin und her.

PortWilliam