Eine fast geheime Ecke

Um 6.30 Uhr aufstehen ist schon fast grenzwertig. Aber es lohnt sich. Mit einem klapprigen Minibus fahren wir nach Gilimanuk zum Secret Bay (nullstellen.vorerst.umfassendes). Gut so geheim ist der nicht, immerhin liegt er fast in der Stadt was auch den ganzen Abfall erklärt. Der komme von Java rüber, behaupten die Balinesen natürlich aber ob Windeln so weit treiben können und Frachtschiffe kippen diese auch sehr selten ins Meer. Was diesen Tauchspot aber doch tauchenswert macht, sind die Seepferdchen und andere komische Dinger. Fotografieren ist allerdings eine Herausforderung, da alles in den oberen 2 bis 5 Metern zu finden ist, manchmal die Sonne scheint und der Sand etwa das grau der meisten Kreaturen hat. Auf dem ersten Tauchgang sehen wir Schlangen und eine Sepia. Daneben noch die üblichen Schnecken. Ausserdem gelbe und graue Seepferdchen und Seenadeln.

Secret Bay
Ein Gewusel in den Seeigeln.
… etwas drachenartiges …
und natürlich etwas schneckenartiges.
Besser hab ich sie nicht hingekriegt.

Auf dem zweiten Tauchgang treffen wir dann eher auf die kleinen urtümlichen Feilen-, Frosch und Drachenfische. Allerliebste kleine Kofferfische tummeln sich im Müll.

Voilà, eine Seenadel.
Wenn man weiss was suchen … hier wäre ein Froschfisch.
Das ist ein Schmuckfeilfisch (es hat eine halbe Stunde Bücherwälzen gebraucht, aber ich habs rausgekriegt!)

Auf der Rückfahrt bestechen wir dann den Fahrer, damit er uns noch zum Bali Tower in den Nationalpark fährt (blattfeder.burgherren.balken). Ein wunderschöner vierstöckiger Teakholzaussichtsturm mit Restaurant im ersten Stock. Auf jedem Stockwerk kann eine andere Stufe des Regenwaldes beobachtet werden. Wunderschön anzusehen.

Blick nach Menjangan.

Zwischen Hunden, Affen, Mopeds und Autos geht es wiederum zurück zum Hotel. Zwischenzeitlich hat es geregnet und in einem Dorf steht die Strasse unter Wasser. Er fährt mit seinem Minibus da durch und der Motor beginnt zu stottern. Nachdem der Fahrer etwas auf dem Gas herumgedrückt hat, beginnt der Motor wieder zu schnurren und die Fahrt geht weiter.

Am Strand lassen wir den Tag ausklingen auch wenn die Sonne leider schon wieder weg ist und die Ruhe vorbei – der Deutsche Tauchverein Bremen ist über uns gekommen.

Der absolute Schneckentag

Der erste Tauchgang heute morgen ging zum Close Encounters. Nachdem ich doch gestern alles gegeben habe um das Kameragehäuse wieder fit zu machen stürzt ich mich voller Freude auf das erste Schneckchen. Schon wieder eine andere Art Schnecke! Bei der nächsten Schnecke wird mein Display schwarz und es blinkt nur noch rot! Ende mit fotografieren. Und wir sehen natürlich noch etwa fünf verschiedene Schnecken, es gibt aber keinen Beweis davon.

eine leider nicht ganz scharfe Schönheit
hoffentlich nicht die letzte

Zurück im Zimmer hole ich die Kamera voller Angst aus dem Gehäuse. Ich erwarte schon Wasser zu finden! Die Lösung ist zum Glück nur etwas peinlich … ich habe sie vergessen aufzuladen.
Also kann ich sie am Nachmittag zum Napoleon wieder mitnehmen. Die Sicht ist ziehmlich schlecht. Egal, wir begegnen sovielen neuen Getieren: mindestens 5 verschiedenen Schnecken, einer Geistermoräne, einer normalen Moräne und einem allerliebsten Harlekin.

Eine Schnecke …
…noch eine Schnecke …
… noch eine …
… und noch eine …
… und ein ganz munziges …
Eine Geistermoräne (schwarzes komisches Ding in der Mitte)
… und hier die noch lebende …
Der Harlekin wollte mir partout nicht den Kopf zeigen.

Heute klappt es mit dem Nachttauchgang. Dieser übers.chneidet sich leider mit der balinesischen Tanzshow aber … tauchen ist mir wichtiger. Gleich zu Beginn liegt ein wunderschöner Ammenhai im Sand. Leider ist meine auf Schnecken trainierte Kamera von diesem Meter Fisch überfordert.

Etwas garnelenartiges…

 

und etwas drachenartiges …
… natürlich darf etwas schneckenartiges nicht fehlen …
… etwas korallenartiges, das sich erstaunlich schnell bewegt …

 

… und etwas fischartiges.

Irgendwie benötige ich ein Bestimmungsbuch, die Bildunterschriften wären abwechslungsreicher.  Am Ammenhai vorbei tauchen wir aus und endlich gibt es etwas zu essen.