… von Inverness nach Dinnet …

Ah, heute geht es auf die Whisky und Schlösser Tour! Na gut, so viele bringen wir nicht unter … aber versuchen können wir es ja.

Das Whiskymuseum Dallas Dhu wollten wir eigentlich schnöde vernachlässigen. Zum Glück haben wir die Abzweigung dann doch genommen und uns den ganzen Prozess einmal trocken angeschaut. Die Destillerie ist seit den 90er Jahren nicht mehr in Gebrauch und so hat man die Möglichkeit den Kopf auch in Öfen hineinzustecken, welche in anderen Destillerien nicht nur die Haare kosten würden.

Museum2

Auf unserem Weg nach Aberdeenshire, eine üppig grüne und abwechslungsreiche Landschaft, begegnen wir dann noch ganz anderen Stoffen: Cardhu (mit Johnny Walker), Glenlivet, Glen Grant, Glenfiddich und dann auch noch einige ohne Besucherzentrum. Es ist erdenschade heute mit dem Auto unterwegs zu sein.

So zur Abwechslung besuchen wir zwischendurch die Cooperage Spyside. Diese Firma macht nicht nur neue Fässer, die dann erst einmal zur Sherryherstellung benutzt werden. In der grossen Lagerhalle arbeiten mind. 10 Küfer daran im Akkord alte Bourbonfässer (die Amis dürfen die nur einmal für 3 Jahre brauchen) zu reparieren und den Destillerien zukommen zu lassen, die darin wieder für Jahre den Malt lagern. Die Fassherstellung ist extrem pingelig. Obschon diese Fässer für Jahre oder Jahrzehnte in ein dunkles Lager kommen, müssen die Nieten und der Stotzen mit dem Mittelbrett des Deckels eine Linie bilden, ansonsten werden sie zurückgewiesen.

Faesser

Nach den Fässern folgen wir der Abzweigung nach Aberlour … ist doch auch ein Whisky. Dort finden wir aber keine Destillerie, dafür die Walker Shortbread Fabrik. Kiloweise hätten wir da Shortbread kaufen können, wir belassen es bei einer kleinen Packung mit zwei Stück.

Whisky hatten wir nun genug, aber das mit den Schlössern hat noch nicht so geklappt. Nach einem Zwischenstopp in Huntly und einem kurzen Stadtbummel nehmen wir kurz vor dem Hotel doch noch die Abzweigung zu einer Schlossruine – Kildrummy. Schmuck und klein.

Kildummy

… Inverness …

Heute versuchen wir uns in Dolphinwatching. Nur leider hat das den Delphinen niemand gesagt. Am Morgen harren wir am Chanonrypoint eine zeit lang aus und starren aufs Meer hinaus. Von der anderen Seite, vom Fort George aus versuchen wir unser Glück noch einmal, leider vergebens.

ChanonaryPoint

Also lassen wir uns heute etwas über das englische Militär und andere Geschichten berieseln. Das Fort George ist riesig und für die Touristen gut aufgearbeitet trotz der immer noch aktiven Rolle als Kaserne. Gebaut wurde die Anlage nach Culloden um sich gegen die Hochlandschotten zu verteidigen.

FortGeorge1 FortGeorge3

Nach dem Fort gehört ein Besuch von Culloden fast dazu. Das neue Besucherzentrum mit der kurzen aber eindrücklichen Ausstellung zeigt diese eine Stunde in der schottischen Geschichte eindrücklich auf. Sowohl im Fort als auch hier gab es kurze, informative Darstellungen über Leben und Sein der damaligen Soldaten auf beiden Seiten.

Abschliessend besuchen wir noch den Viktorianischen Markt in Inverness, der hat den Vorteil, dass er warm und trocken ist.