Bevor wir Belgien verlassen, noch eine kleine Überraschung beim Umsteigen. Das ist doch für einmal ein Bahnhof! Liège-Guillemins ist der Hauptbahnhof der Stadt Lüttich. Ein Bau von Santiago Calatrava (der begegnet uns auch nicht das erste Mal), eingeweiht 2009.
In Maastricht machen wir für einmal unseren eigenen Stadtrundgang. Der führt uns zuerst einmal, ganz gemein, durch all die Gassen mit den schönen Kleider-, Schuh- und Taschengeschäfte. Aber das ist ein anderes Thema. Dann stehen wir vor der Basilika ‚Onze Lieve Vrouwe‘ (Liebfrauenbasilika) und staunen nicht schlecht über das Äussere dieser Basilika, deren Bau bereits um das Jahr 1000 begonnen hat. Mit den Schiessscharten sieht sie eher wie eine Festung aus.
Auch das Innere bietet einige Überraschungen. So gelangen wir in die Kirche durch die Marienkapelle, deren einzige Beleuchtung die vielen Kerzen sind.
Das Hauptschiff ist sehr dunkel, wenig Beleuchtung und dunkler Steinboden sind teilweise der Grund dafür. Für einmal ist nicht der Altarraum Hauptaugenmerk sondern die Rückwand. Unten kommt Licht durch ein kleines Fenster, in der Mitte ist ein einfaches Kreuz beleuchtet und darüber strahlt die wunderschöne Orgel aus dem 17. Jahrhundert. Eine Orgel mit bemalten Flügeln, wie ein Altar.
Das ehemalige Wachthaus hinter der Basilika bietet übrigens eine wunderbar breite Palette an Eisaromen.
Entlang der ehemaligen Stadtmauer kommen wir dann zum Helpoorte. Das Höllentor ist das älteste Stadttor in ganz Niederlande. Durch eine enge Wendeltreppe kommt man in den ersten Stock, der heute ein kleines Museum beherbergt. Von hier aus hätte man früher aus fünf Löchern im Erker Steine auf die Angreifer werfen können.
Auf der anderen Seite steht das Pesthaus, eine ehemalige Mühle.
Durch das Universitätsviertel mit dem van Eyck-Museum gelangen wir noch zur St. Janskerk mit ihrem roten Turm und die St. Servasbasiliek.
Diese beiden Kirchen stehen am Vrijthof-Platz und der hat auch so einige Strassenkaffees zu bieten, die uns anlocken.








