… ab ufs Meer …

Heute habe ich Zeit, die Odyssee unserer Überfahrt aufzuschreiben. Wir haben den ganzen Tag nichts anderes vor als auf dem Schiff hin und her zu laufen. Denn wir haben es erstaunlicherweise geschafft!

Hafen_Livorno

Am Mittwoch Abend hat Grimalditours eine erste Mail von mir erhalten. Am Donnerstagnachmittag, haben wir, nachdem wir bis dahin nichts gehört haben, telefoniert. Anschliessend haben wir auf Grund der Angaben am Telefon noch eine Mail geschrieben, diesmal an den Hauptsitz nach Neapel. Am Abend haben wir noch einmal telefoniert, da der versprochene Link nicht eingetroffen ist. Unsere Anfrage sei in Bearbeitung, hiess es und werde noch heute (also Donnerstag) erledigt. Am Freitag Mittag haben wir immer noch nichts gehört und entschlossen uns, das Portbüro der Grimaldis zu besuchen und unser Ticket direkt zu holen. Hmmm … Googlemaps-Route zum Büro gab uns einen Fussmarsch von mehr als 5 Stunden vor und eine Busfahrt von ca. 20 Minuten. Also los und Bus suchen, das ist ja dank Googlenavi kein Problem … nur dort wo die Haltestelle hätte sein sollen, da war nichts. Also sind wir der Strecke entlang zur nächsten Station gelaufen. Und hier wirklich hatte es einen Fahrplan mit den Angaben wie auf dem App … gültig bis Juni 2014. Aber auch die Homepage der offiziellen Busgesellschaft gab diese Strecke an, also warten wir auf den Bus. Zur richtigen Zeit fährt der auch ein, nur hat der Busfahrer keine Ahnung wo wir hinwollen und wir lassen uns lieber nicht auf die Äste hinaus. Später haben wir erfahren, dass die Stadt diese Linie aus Spargründen letztes Jahr gestrichen hat, zusammen mit dem offiziellen Tourismusbüro und anderen Einrichtungen. Wir gehen also zurück zum Hotel und Buchen online ohne Rabatt halt. Kaum getan kommt eine Mail, wir hätten ja jetzt gebucht und sie würden uns den Rabatt gutschreiben … warum denn warten um Himmels Willen! Auch um den Weg zum Schiff zu finden, da lassen wir uns auf kein Experiment mehr hinaus und lassen es von der Rezeption organisieren … per Taxi natürlich. Und das ist wohl das beste, was wir machen konnten. Am Samstag Abend um 20.00 Uhr werden wir abgeholt. Nach einer Viertelstunde hält der Taxifahrer mitten im Containerhafen und sagt: Check in, ich Warte und bringe euch aufs Schiff! Ok, der Schalterbeamte schaut zu seinem Häuschen hinaus und sagt: ihr seid mit dem Taxi gut, Schiff weit weg … na super. Wir also wieder ins Taxi und noch einmal 10 Minuten rund um den Hafen zum ‚Palast‘ für die nächsten 24 Stunden. Danke dem Taxifahrer kommen wir rasch direkt vor den Einstieg. Er verhandelt mit den Offiziellen und wer da immer noch herumsteht und wir können an Bord! Diese Fähre hat keine Ähnlichkeit mit den Fähren von Stockholm nach Helsinki oder mit dem Finnjet! Das Schiff hat eindeutig schon bessere Zeiten gesehen. Es heisst Ikarus und ist definitiv schon auf dem Weg von der Sonne zurück. Ein Shop gibt es noch, den zweiten haben sie zu einem Gebetsraum umfunktioniert. Auf den abgeschossenen Polster hat es überall Schläfer mit eigenem Bettzeug, der Pool war einmal, genauso wie die Disco und das Kino, Getränke gibt es in Becher und naja … die Kabine ist recht sauber … und wir erreichen nach einer ruhigen, sonnigen Überfahrt Barcelona und dank der nächsten Taxifahrerin geht unsere Reise sofort weiter in Spanien!