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Bodø u dr Saltstraumen

Tag sibe … kurz nach Überquere vom Polarkreis

Wetter: wolkenlos (ausser ganz tief am Horizont), ca. 8°C

Nach einem gemütlichen Vormittag (also gemütlich, wenn man so wie wir auf die Eiswürfel zur Polarzirkelüberquerung verzichtet) legen wir in Bodø an. Hier wechseln wir Boot, aber dazu braucht es erst die richtige Ausrüstung:

Eine Mischung zwischen Polarforscher und Weltraumreisende.
Eine Mischung zwischen Polarforscher und Weltraumreisende.
Ripboot, unser neues Transportmittel.
Robot, unser neues Transportmittel.

Mit 33 Knoten geht es vom Hafen über den Fjord. Zuerst in die Nähe der kaledonischen Falten. Lustig leuchtet der Glimmerschiefer.

Teil des kalendonischen Faltengebirges. Glimmerschiefer mit allen möglichen Intrusionen.
Teil des kaledonischen Faltengebirges. Glimmerschiefer mit allen möglichen Intrusionen.
... mit noch etwas Gletscherverformung.
… mit noch etwas Gletscherverformung.

Der Saltstraumen ist ein Gezeitenstrom zwischen zwei Fjorden. Während Ebbe und Flut versuchen die beiden Arme verzweifelt das selbe Wasserniveau zu halten. Das führt zu flussähnlichen Zustände mit Strudel, Widerwasser. Zwischendurch soll es ein schöner Tauchplatz mit weissen Korallen sein und ausserdem sehr fischreich.  Der grösste hier gefangen Heilbutt soll 250 kg schwer gewesen sein.

Wilde Wasser im Saltstraumen.
Wilde Wasser im Saltstraumen.

Aus dem Weg von und zum Saltstraumen fahren wie durch den kleinen Bruder, den Sundstraumen.

Flussähnlicher Sundstraumen.
Flussähnlicher Sundstraumen.
Dramatische Durchfahrt im Sundstraumen.
Dramatische Durchfahrt im Sundstraumen.

Links und rechts des engen Tales sehen wir während der Durchfahrt einige junge Seeadler. Diese aus einem Schnellboot zu fotografieren ist allerdings eine Kunst, die wir nicht so beherrschen.

Suchbild mit Seeadler.
Suchbild mit Seeadler.

Insgesamt eine spassige Erfahrung!

Die Fahrt Richtung Lofoten ist wiederum geprägt von ganz viel schönen Aussichten.

Wunderschöne Landschaften auf dem Weg nach den Lofoten.
Wunderschöne Landschaften auf dem Weg nach den Lofoten.

Nach dem Abendessen,  erlebten wir die wohl speziellste Stunde während dieser Reise. Voller Aufregung beobachten wir unsere ersten Nordlichter. Nachdem unsere Versuche diese zu fotografieren in vielen schwarzen Bilder endeten konzentrierten wir uns nur noch aufs Staunen . Klar und deutlich rasten Sternschnuppen über den Himmel und zusätzlich fährt das Schiff langsam in den Trollfjord hinein. Links und rechts schroffe Felswände mitten in der Nacht und beim Verlassen des Trollfjords neue Polarlichter … insgesamt einfach umwerfend.

Unsere ersten Nordlichter (Dank Petra!)
Unsere ersten Nordlichter (Dank Petra!)

 

 

… vo Trondheim richtig Polarkreis …

Tag sächs … der Polarkreis rückt näher

Wetter: schöner gehts nicht mehr, Sonne pur und so um die 7°C.

Der Vormittag gehört Trondheim. Wir lassen uns von einem Ausflugsboot zur vorgelagerten Insel Munkholmen fahren.

Munkholmen, Insel vor Trondheim
Munkholmen, Insel vor Trondheim

Die Insel diente in den letzten 1000 Jahre verschiedenen Zwecken. Zu Zeiten der Wikinger war sie Hinrichtungsstätte, die toten Körper der Ladenfürsten wurden zur Abschreckung aufgestellt. Anschliessend übernahmen ca. 1020 die Benediktinermönche die Insel und bauten eine reiche Gemeinschaft auf, bis ein Feuer dem ein Ende bereitete. Die Dänischen Könige waren protestantisch und wenig daran interessiert, diese Insel wieder aufzubauen und so lag sie brach. Bis die Schweden kamen. Die blieben nicht lange, sie bauten aber eine Garnison. Diese wurde dann weiter ausgebaut. Dann war es noch Gefängnis, Pulverlager und Fliegerabwehrstation. Jetzt ist es einfach ein riesiger Spielplatz.

Zuunterst ein Gefängnisraum mit engem Zugang.
Zuunterst ein Gefängnisraum mit engem Zugang.
Bis zu 50 Gefangene sollen da Platz gefunden haben.
Bis zu 50 Gefangene sollen da Platz gefunden haben.
Zelle von Peder Schumacher Griffenfeld von 1680 bis 1698. Gefangener und Griechischlehrer am Nidarosdom.
Zelle von Peder Schumacher Griffenfeld von 1680 bis 1698. Gefangener und Griechischlehrer am Nidarosdom.
... über drei Stockwerke zeigen sich die unterschiedlichen Verwendungszwecke ...
… über drei Stockwerke zeigen sich die unterschiedlichen Verwendungszwecke …
Aussenansicht Munkholmen
Aussenansicht Munkholmen
Der Strand von Munkholmen.
Der Strand von Munkholmen.
Heute Theater und Spielwiese.
Heute Theater und Spielwiese.
Die MS Lofoten beim Auslaufen.
Die MS Lofoten beim Auslaufen.
11 Uhr mittags, die Sonne steht eine Handbreit über dem Horizont.
11 Uhr mittags, die Sonne steht eine Handbreit über dem Horizont.
Einfach zu schön um wahr zu sein.
Einfach zu schön um wahr zu sein.
Der Hafen von Trondheim.
Der Hafen von Trondheim.

Auf dem Rückweg zum Schiff können wir doch noch einen Abstecher zu den berühmten Stelzenhäuser von Trondheim machen.

Gebaut auf Stelzen.
Gebaut auf Stelzen.
Und hinten die Spitze des Nidarosdomes.
Und hinten die Spitze des Nidarosdomes.
... und noch die andere Seite ...
… und noch die andere Seite …

Die Landschaft, die an uns vorbeizieht nach der Abfahrt von Trondheim ändert sich drastisch gegenüber gestern. Nun dominieren nicht mehr schroffe Fjorde sondern sanfte Schären.

Schärenlandschaft.
Schärenlandschaft.
Sanfte Hügel schauen aus dem Wasser.
Sanfte Hügel schauen aus dem Wasser.

Wir fahren vorbei am Kjeungskjær. Noch bis vor einigen Jahren lebte hier noch ein Leuchtturmwärter inkl. Familie (und Lehrerin). Nun kann er für ein Wochenende gemietet werden.

Kjeungskjær Leuchtturm
Kjeungskjær Leuchtturm
Auf Deck gibt es Spezialitäten aus der Gegend zu testen.
Auf Deck gibt es Spezialitäten aus der Gegend zu testen.
... den ganzen Nachmittag wäre ein wunderschöner Film mit goldigen Hügel ... und in die Sonne fahrenden Schiffen ...
… den ganzen Nachmittag wäre ein wunderschöner Film mit goldigen Hügel … und in die Sonne fahrenden Schiffen …

… und ganz zum Schluss mit einem langanhaltenden Sonnenuntergang …

Sonnenuntergang noch nicht ganz oberhalb des Polarkreises.
Sonnenuntergang noch nicht ganz oberhalb des Polarkreises.