Trotz streikenden Bahnangestellten fahren wir pünktlich los. Oslo – Bergen in 7 Stunden.
Zuerst durch Täler entlang Flüssen und Seen. Die Birkenblätter wunderschön goldig.
… in der Nähe von Drammen… noch mehr unberührte Landschaft …Goldiger Herbst
Der Zug arbeitet sich langsam in die Höhe, bis er auf der höchsten Stelle bei 1222 M.ü.M ankommt. Die Aussicht ändert sich dramatisch und wird winterlich.
Geilo … erste Beschneiungsanlage für Loipen in Betrieb. Die Pisten aber sind noch grün.Mythischer Bergsee.Inseln im NebelEis und erster SchneeEs wird hell am Horizont.WinterlandschaftHöchster Punkt erreicht. Jetzt geht es Richtung Westküste!
Langsam wird es dunkel und die Spiegelung im Zugfenster überwiegt.
Um 19 Uhr erreichen wir Bergen, eine lebendige Kleinstadt und glücklicherweise 10 Grad wärmer als Oslo
Wetter: ca. 2°C, bedeckt – es weht ein kalter Wind durch die Gassen
Wir entscheiden uns für eine geführte Bustour, da diese doch zwischendurch die Möglichkeit bietet sich etwas zu erwärmen.
Erste Station: Holmenkollen
Holmenkollenschanze
Es scheint fast, als würden wir alle Ferien mit einer Skisprungschanze starten. Nach der Kobraschanze von Innsbruck nun also Holmenkollen.
Schanzentisch Holmenkollen
Mit einer schönen Aussicht auf den Osloer Fjord geht die Fahrt zurück in die Stadt, zum Vigelandmuseum. Dieser Bildhauer – Gustav Vigeland (1869–1943), der bei Rodin in Paris ausgebildet wurde, schuf hier in diesem Park eine grosse Menge von Figuren aus Granit oder Bronze zum Thema Lebenskreislauf. Auch während der Besatzungszeit konnte er ungestört weiterarbeiten.
Der Monolith und ein grosser Lebenszyklus darum herum.Kinder, Kinder …… und etwas näher bei unserem Alter …Brunnen mit einem Lebenszyklus aus Bronze.… ihr Kindelein kommet …… im ersten Moment so …… und im nächsten Moment so …
Auf der Brücke sind weitere Figuren aus Bronze aus allen möglichen Lebenslagen zu finden.
Eingangstpr zum Vigelandpark
Gustav Vigeland hat nicht nur die Figuren sondern den ganzen Park inkl. Bäume geplant und gestaltet.
Und weiter gehts auf die Museumsinsel zu den berühmten norwegischen Schiffen. Zuerst die Ältesten: die Wikingerschiffe. Die drei Begräbnisschiffe sind zu unterschiedlichen Zeiten gefunden worden und befinden sich je nachdem in besserem Zustand.
OsebergschiffOsebergschiff
Etwas sehr später wurde die Fram eingesetzt. Sie brachte den norwegischen Forscher Amundson (Roald Engelbregt Gravning Amundsen (* 16. Juli 1872 in Borge, Norwegen; † vermutlich 18. Juni 1928 bei der Bäreninsel) unter anderem zum Nord- und zum Südpol (oder jedenfalls in die Nähe).
Fram Oberdeck
Im gleichen Museum ist auch die Goja zu finden. Das erste Schiff, das die Westpassage hoch im Norden passierte.
Die Gjøa war das erste Schiff, das die Nordwestpassage bewältigte. Roald Amundsen schaffte dies 1906 mit einer Besatzung von sechs Mann nach über dreijähriger Reise.
Und zurück beim Rathaus müssen wir uns doch den Saal anschauen in dem der Friedensnobelpreis schon bald übergeben wird.
Rathaus von OsloGrosser Saal im Rathaus von Oslo
Zum Abschluss geht es noch auf die Oper. Die 2008 eingeweihte Oper bietet einen schönen Blick auf die Stadt. Ein Spaziergang auf dem Dach ist empfehlenswert.
Oper von OsloDach der Osloer Oper
Aber auch das Innere ist sehenswert.
Vorhalle der Osloer OperBarcode – das neue Viertel
Rund um die Oper wird kräftig gebaut. Neben dem neuen Munchmuseum entstehen viele Wolkenkratzer.