Alle Beiträge von Monika Allemann

… vo grosse Überzeichnige …

Wir lassen uns heute vorbei an der königlichen Kirche, dem königlichen Park, dem königlichen Schloss und den königlichen Gewächshäusern zum Gelände der Expo 1958 fahren. Übrigens ist Belgien erst wieder seit 1830 eine Monarchie, der Wiener Kongress 1814 machte aus den Niederlande und Belgien ein Land und davor wohnte Napoléon in Schloss Laaken. Aber vor Napoléon gab es schon den einen oder anderen König, der Bauwerke errichtete. Aber nun zurück zum Expo-Gelände (von denen hatten wir in den letzten Wochen schon einige). Das spannende an dem hier ist natürlich das Atomium.

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Das überzeichnete Atom wurde 1958 eigentlich als Bauwerk für ein halbes Jahr errichtet. Weil es so beliebt war liess man es stehen. Ende des 20. Jahrhunderts war der Zustand so schitter, dass sie es schliessen mussten und mit vielen Spenden renovieren. Nun strahlt es in neuer Frische und in 60er Jahr-Schick und fasziniert immer noch.

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‚Dieses Wahrzeichen im Brüsseler Himmel, das weder ein Turm, noch eine Pyramide ist, etwas kubisch, etwas sphärisch, auf halbem Weg zwischen Skulptur und Architektur, Überbleibsel der Vergangenheit mit resolut futuristischem Aussehen, Museum und Ausstellungshaus – das Atomium ist zugleich ein Gegenstand, ein Raum, eine Utopie und ein einzigartiges Emblem, das jeder Klassifizierung entbehrt.‘ (Aus der Werbebroschüre zum Atomium)

Wir lassen uns die 102 m hochschiessen mit dem dazumal schnellsten Lift und geniessen einen Rundblick über die Stadt.

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Wieder zurück in der Stadt stärken wir uns an einer einheimischen Spezialität, die unbedingt mit muss!

Waffel

Wenn wir in Perpignan schon in ein FNAC stürzen nur um ein paar BD anzuschauen, da gibt es in Brüssel natürlich ein Museum, das ein Muss ist für uns: Das Centre Belge de la Bandes Dessinées. In einem wunderschönen Jugendstilhaus wird auf drei Etagen die Geschichte des Comics und die unterschiedlichen Herstellungstechniken gezeigt. Vor allem die Einfärbung fasziniert. Daneben darf natürlich Hergé mit Tim und Struppi nicht fehlen. Eine Sonderausstellung ist van Hamme und Rosinski mit ihrem ‚Thorgal‘ gewidmet. Ein grosser Verkaufsraum und eine grosse Bibliothek darf nicht fehlen.

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Und wenn wir schon bei Comic sind, dann lassen wir uns doch von denen die Stadt zeigen. Über ganz Brüssel verteilt gibt es 45 Wandgemälde von berühmten belgischen Comichelden. Unseren Rundgang beginnen wir natürlich bei Gaston.

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Dem Antiheld, der seinen Büroalltag mit allerlei Erfindungen aufmischt. Auf dem Weg zum Corsar kommen wir an der Kirche von der heiligen Gundula (oder ähnlich) vorbei.

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Eigentlich wollten wir die Kirchen für einmal Kirchen sein lassen. Aber einen Blick hinein können wir uns nicht verklemmen. Wunderschön die spezielle Kanzel und die Fensterbilder wirken enorm deutlich. Speziell auch die Kunstausstellung in einem Kirchenschiff. So wirkt dieser Raum gelebt und nicht nur ausgestellt.

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Eben weiter den Comic nach, kommen wir zu Tintin in einer Gasse in der alle Touristen durchströmen und nur die wenigsten einen Blick hoch werfen.

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Die Gasse führt zum Maenneken Pis, das kleine arme Ding wird von aller Welt belagert, oh je.

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Auf dem Weg zum Valentin, dem ersten Wandgemälde finden wir noch einen BD-Laden, der alle Wünsche erfüllt.

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Eine Fahrradfahrt zu allen 45 Gemälden, das müsste einmal sein …

Und dann war da noch …

… ein bisschen Berlin in Brüssel:

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… warum sucht die Polizei nur in aller Welt nach Drogenbossen, wenn sie hier sogar angeschrieben residieren:

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… vo Europa u angere Gebilde …

Brüssel, das ist doch etwas Neues. Ausser dass die EU da ist, wissen wir so gut wie nichts über diese Stadt. Schon nach kurzer Zeit aber wähnt sich Edwin im Paradies: Frites, Waffeln und gaaanz viele Süssigkeiten. Da macht es auch nichts, dass wir die vielen Biersorten schnöde umgehen.

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Die erste Hoho-Tour hier bringt uns zum EU-Parlament und den ganzen EU-Ministerien. Das was wir kennen von den Fernsehbildern her (Kommissionseingang) ist nur ganz klein, der Rest aber erscheint wie eine Stadt in der Stadt. Wir lassen uns über die Geschichte der EU und deren politischen Gremien berieseln und kommen morgen vielleicht nochmal vorbei.

Schöner als das EU-Viertel sind die unzähligen Bürgerhäuser im Jugend- oder Art Deco-Stil. Hier hat es zwar keine Gaudis, aber die Vielfalt und die Qualität der unterschiedlichsten Häuser kommt an die Bürgerhäuser von Barcelona heran.

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Zum Schluss gelangen wir durch die Königsgalerie in die engen Gässchen und landen dann eben dort wo man landet, wenn man keine Ahnung hat – vor dem Rathaus. Ein absolut unglaublicher Platz. Jedes Haus bietet unheimlich viele Details, Verzierungen, Eggen und Giebel. Ein Platz zum Staunen.

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Da wird morgen wohl noch einiges auf uns zukommen!