Wetter: bedeckt, kurz leichter Regen, ca. 2°C, windig
Wir erreichen Kirkenes im Verlauf des Vormittages. Das Schnellbootfahren hat uns so gut gefallen, dass wir es gleich wiederholen. Der Anzug ist noch etwas dicker, der Fahrtwind noch etwas bissiger. Wir überqueren den Sund, vorbei an spielenden Robben und schroffen Felswänden. Erster Haltpunkt ist mitten im Sund bei einer einsamen Boje. Hier wird ein Käfig aus 60 m hochgezogen. Darin krabbeln etwa 20 King Crabs oder Kamtschatkacrap. Die kleinen und die Weibchen werden gleich wieder ins Wasser geworfen, die anderen nehmen wir mit. Auf der anderen Seite des Sundes bei einer kleinen Hütte werden die Tiere geputzt, gekocht und verspiesen … lecker!
Ankunft beim Restaurant.Fang des Tages.20 Minuten später.
Nach der Rückfahrt benötigten wir doch einige Zeit, um Finger und Zehen wieder ins Leben zurückzurufen.
Kurz nach Mittag geht es los mit dem zweiten Teil unserer Reise … südwärts. Allerdings machen wir zuerst noch einen kurzen Abstecher zum östlichsten Dorf unserer Reise, Vardø. In der Ferne sehen wir das Hexendenkmal von Zumthor, wir entscheiden uns aber für den Besuch des Vardøhusfestung. In ihrer heutigen achteckigen Form aus dem 18. Jahrhundert.
Vardøhusfestung
Wahrscheinlichkeit für Nordlichter heute: 8 %.
Und prompt: kaum beginnt es zu dunkeln und die Sterne fangen an zu glänzen … der Himmel wieder wolkenlos … und schon beginnt es wieder!
Langsam zuerst.Immer intensiver wird das Nordlicht.Brennende Berge.Lichtschleier tanzen über den ganzen Himmel. Man weiss nicht mehr wo hinschauen.
Wetter: heute hat es Wolken am Horizont, immer noch nur 4°C aber windig
Nach der aufregenden Nacht folgt eine ruhige Fahrt nach auf der Insel Magerøya. Was soviel heisst wie magere Insel (was für eine Überraschung). Im Sommer grasen auf der Insel tausende Rentiere, letzte Woche haben sie diese aufs Festland geführt und das geht ganz einfach. Das Leittier wird an ein Boot gebunden und über den Sund gezogen, alle anderen folgen automatisch und da sie gute Schwimmer sind, schaffen sie die zwei Kilometer problemlos. Anders im Frühling, wenn sie entkräftet vom Winter auf die Insel sollten. Thja und dazu gab es zwei Informationen. Die eine Quelle behauptet, sie würden von der Armee mit Booten geführt und die andere Quelle sagt, sie würden durch den Autotunnel getrieben.
Von Honningsvåg werden wir in 40 Minuten über die Insel zum Nordkapp gefahren.
Die ‚Copacabana‘ von Honningsvåg.Aussicht auf dem Weg zum Nordkapp.
Und dann erreichen wir diesen doch so unspektakulären Ort: das Nordkapp …
Empfang am Nordkapp.Das Beweisfoto darf doch nicht fehlen.
Und natürlich wollten wir in der wunderschönen Felsenbar, wie vor 18 Jahren, zu einer Melodie von Edvard Grieg ein Glas Champagner trinken. Leider haben sie vor 6 Jahren die Bar in ein obskures Farbenkino umgewandelt. Da bleibt uns doch nichts anderes übrig, als eine neue Erinnerung zu schaffen.
Diese Bar ist auch nicht schlecht, wenn der Hintergrund ausgeblendet wird.
Schon bald geht es wiederum zum Bus und zurück zum Schiff. Die Rückfahrt gehört der Geschichte des armen Riesenalk (hat nichts mit dem Champagnertrinken zu tun).
Die Vogelinsel Gjesværstappan … Heimat von einigen gefiederten Dingern.
In der Ferne ist die Vogelinsel Gjesværstappan zu erkennen. Jeden 14. April (ob Schaltjahr oder nicht) kommen die Papageientaucher hierhin zurück. Aber auch das hat nichts mit dem Riesenalk zu tun. Der Riesenalk ist der norwegische Dodo und ausgestorben im 19. Jahrhundert, weil er für die Menschen so nützlich war. Die fettigen Knochen gaben ein schönes Feuer auf dem man das Fleisch kochen konnte und die Federn hielten schön warm.
Hier geht es runter zum Hafen.Beispiele der Samibehausungen.Der Hafen von Honningsvåg.
Über das offene Meer, mit etwas mehr ‚Geschaukel‘ geht die Fahrt weiter zur Enstation, Kirkenes. Und so schönes Wetter ist ja wirklich schön aber Wolken haben auch ihren Reiz!
Entlang der Küste.Samenkirk, der Fels ist ein heiliger Ort für die Samen.
Und dann … zum dritten Mal in Folge … zwischen Suppe und Hauptgang … Nordlichtalarm! Das ist schon fast zu viel des Guten, wir geniessen es aber in vollen Zügen.
Bis weit über das Schiff hinaus.Und dann noch mit einem aufgehenden Halbmond.